Rund 2.000 Schiffe liegen derzeit in der Nähe der Straße von Hormus fest. Der Schiffsverkehr ist seit Ende Februar 2026 wegen militärischer Angriffe, einer US-Seeblockade und iranischer Kontrollen stark eingeschränkt. Kriminelle nutzen die Lage aus und geben sich als Behörden aus, um von Reedereien Krypto-Zahlungen zu erpressen. Laut dem Unternehmen MARISKS wurden Schiffsbesitzer am 20. April vor Forderungen nach Bitcoin oder Ether gewarnt, während Iran selbst bereits ähnliche Zahlungen verlangt haben soll. Ein Schiff fiel bereits auf einen solchen Betrug herein und wurde am 18. April beim Versuch der Durchfahrt von iranischen Kräften beschossen. Auch das Frachtschiff „Epaminondas“ wurde am 22. April nach einer vermutlich gefälschten Passiererlaubnis angegriffen. Insgesamt wurden laut UKMTO seit Februar 22 Angriffe und 13 Verdachtsfälle gemeldet, was zeigt, dass die unsichere Lage Betrug und Gewalt weiter begünstigt.
24.04.2026