Millionenfache Datenlecks bei KI-Apps

Sicherheitsexperten von CovertLabs haben erhebliche Datenschutzprobleme bei zahlreichen Apps im Apple App Store aufgedeckt, insbesondere bei KI-Anwendungen. In ihrer öffentlich zugänglichen Datenbank Firehound listen sie derzeit fast 200 iOS-Apps, bei denen Nutzerdaten ohne ausreichenden Schutz im Internet abrufbar waren. Ursache der Sicherheitslücken sind meist falsch konfigurierte Cloud-Dienste und Datenbanken, die Unbefugten den Zugriff auf sensible Informationen ermöglichen. Besonders gravierend ist der Fall einer KI-Chatbot-App, über die hunderte Millionen Datensätze mit Namen, E-Mail-Adressen und Chatverläufen einsehbar waren. Die Forscher bieten den betroffenen Entwicklern Unterstützung an, um die Schwachstellen zu beheben und die Apps nach der Korrektur aus dem Verzeichnis entfernen zu lassen. Die Enthüllungen werfen zugleich Fragen zur Wirksamkeit von Apples App-Prüfprozess auf, da offenbar vor allem Richtlinien und Malware geprüft werden, nicht jedoch die Server-Infrastruktur. Nutzerinnen und Nutzer sollten daher bei unbekannten Apps vorsichtig sein, sparsam mit sensiblen Daten umgehen und Berechtigungen kritisch prüfen.

Quelle

21.06.2026