IT-Sicherheitsforscher haben entdeckt, dass Cyberkriminelle gezielt in die Computersysteme von Logistikunternehmen eindringen, um anschließend wertvolle Fracht zu stehlen. Die Täter nutzen den digitalen Zugang, um auf echte Frachttransporte zu bieten und diese später physisch zu entwenden. Dabei setzen sie spezielle Fernwartungsprogramme (RMM-Tools) ein, um unbemerkt in den Netzwerken zu bleiben und weitere Daten zu sammeln. Laut den Forschern arbeiten die Angreifer häufig mit organisierten Verbrechergruppen zusammen, die sich auf den physischen Diebstahl spezialisiert haben. Die Schäden durch solche Angriffe werden weltweit auf rund 34 Milliarden US-Dollar jährlich geschätzt, besonders betroffen sind Länder wie Deutschland, die USA und Brasilien. Ziel der Kriminellen sind vor allem Transporte mit Nahrungsmitteln, Getränken und Elektronik. Experten raten Logistikunternehmen dringend, ihre IT-Systeme besser zu schützen und verdächtige Aktivitäten frühzeitig zu erkennen.
05.11.2025