Der niederländische Ermittlungsdienst Fiod hat einen Hosting-Anbieter ausgehoben, der mutmaßlich mit russischen Akteuren zusammenarbeitete und Cyberangriffe sowie Desinformationskampagnen unterstützte. Im Zuge der Ermittlungen wurden zwei Verdächtige aus Amsterdam und Den Haag festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, sanktionierte Organisationen innerhalb der EU finanziell unterstützt und damit gegen geltende Sanktionen verstoßen zu haben. Die Behörden durchsuchten mehrere Firmenstandorte und Rechenzentren und beschlagnahmten dabei Unterlagen, elektronische Geräte und mehr als 800 Server. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht laut Medienberichten das Unternehmen Stark Industries, das kurz vor Beginn des Ukrainekriegs gegründet wurde und inzwischen von der EU sanktioniert ist. Über niederländische Firmen soll Stark Industries seine Infrastruktur verschleiert und Internetzugänge erhalten haben. Das Unternehmen wird mit Proxy- und Anonymisierungsdiensten sowie DDoS-Angriffen der Hackergruppe NoName057(16) in Verbindung gebracht, die bereits zahlreiche europäische Dienste lahmgelegt haben soll.
26.05.2026