Nach dem Bekanntwerden eines großen Datenabflusses bei Pornhub wird die Plattform nun von den Tätern erpresst. Die Hackergruppe ShinyHunters verfügt über rund 94 Gigabyte sensibler Daten von Pornhub-Premium-Nutzern, darunter E-Mail-Adressen, Standortinformationen und Nutzungsverläufe. Die Informationen stammen offenbar aus den Systemen des Analyseanbieters Mixpanel, der zuvor Ziel eines Angriffs wurde, während Pornhub selbst keinen direkten Einbruch bestätigt. Obwohl keine Passwörter oder Zahlungsdaten betroffen sein sollen, erlauben die gesammelten Daten detaillierte Rückschlüsse auf die Identität einzelner Nutzer. Besonders heikel sind gespeicherte Videotitel und Abrufzeiten, die zu persönlicher Bloßstellung oder beruflichen Nachteilen führen können. Betroffene Nutzer sind zudem einem erhöhten Risiko für Phishing, Spam, Doxxing oder Erpressungsversuche ausgesetzt. Pornhub rät zu sofortigen Schutzmaßnahmen wie Passwortänderungen, Zwei-Faktor-Authentifizierung und erhöhter Wachsamkeit, während den beteiligten Unternehmen hohe rechtliche Konsequenzen drohen.
23.12.2025